AI Zusammenfassung:
Diese Pilotstudie, veröffentlicht im Journal of Psychiatric Practice (2024), untersuchte eine hochintensive, häusliche Behandlung für OCD-Patienten, die auf herkömmliche Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) nicht ansprachen.
Zentrale Studienkomponenten
- Das Programm: Eine 6-tägige Intensivtherapie mit 24 Stunden therapeutisch begleiteter und 12 Stunden selbstgesteuerter Exposition mit Reaktionsmanagement (ERP) im direkten häuslichen Umfeld.
- Multifaktorieller Ansatz: Neben der ERP umfasste das Protokoll Verhaltensaktivierung zur Steigerung der Alltagsaktivität sowie Familieninterventionen, um dysfunktionale Interaktionsmuster (wie Co-Abhängigkeit bei Zwangshandlungen) abzubauen.
- Teilnehmer: Eine Gruppe von 22 Probanden, die zuvor als therapieresistent gegenüber ambulanter KVT eingestuft wurden.
- Symptomreduktion: Die Zwangssymptomatik verbesserte sich signifikant. Die Werte auf der Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale (Y-BOCS) sanken von durchschnittlich 28,7 auf 15,9 Punkte.
- Nachhaltigkeit: Die Erfolge blieben bis zum 3-Monats-Follow-up weitgehend stabil, wobei die Forscher betonten, dass eine sorgfältige Nachsorge zur langfristigen Erhaltung der Fortschritte notwendig ist.
- Durchführbarkeit: Die Studie zeigte eine hohe Akzeptanz; es gab nur einen Abbruch und eine hohe Zufriedenheit bei Patienten, Angehörigen und Therapeuten.
Die Studie wertet dieses Kurzzeit-Intensivformat als vielversprechende Alternative für schwer behandelbare Fälle. Durch die Therapie im häuslichen Umfeld werden aufrechterhaltende Faktoren in der natürlichen Umgebung des Patienten direkt angegangen.
Link:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39058530/