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Therapieresistente Angststörung (TRA) - Was ist das?

Verfasst: So 21. Jun 2026, 19:14
von admin
Therapieresistente Angststörung (TRA) - Was ist das?

KI Zusammenfassung

Eine therapieresistente Angststörung (TRA) liegt vor, wenn Standardbehandlungen (wie SSRI, SNRI oder KVT) keine ausreichende Besserung der Symptome erzielen. Oft muss zunächst die Diagnose geschärft oder eine unzureichende Therapiedauer ausgeschlossen werden.

Definition
Laut internationalen Konsensuskriterien spricht man von einer Therapieresistenz bei Angststörungen, wenn:
  • Pharmakotherapie: Mindestens zwei Versuche mit Medikamenten aus unterschiedlichen Wirkstoffklassen in adäquater Dosierung (über je 6–8 Wochen) erfolglos waren.
  • Psychotherapie: Mindestens ein adäquater Versuch einer Erstlinien-Therapie (z.B. kognitive Verhaltenstherapie/KVT mit Exposition) über 12–20 Wochen keine Linderung brachte.
  • Symptomwert: Die Angstsymptomatik um weniger als 50 % reduziert wurde.
Mögliche Ursachen
Bevor eine Therapieresistenz attestiert wird, sollten folgende Aspekte überprüft werden:
  • Falsche Diagnose / Komorbiditäten: Unentdeckte Begleiterkrankungen (wie ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen, Substanzkonsum oder Persönlichkeitsstörungen).
  • Unzureichende Psychotherapie: Fehlende oder zu wenige Expositionsübungen während der KVT.
  • Wechselwirkungen: Einnahme von Präparaten, die den Abbau von Psychopharmaka beschleunigen (z.B. Johanniskraut).
Behandlungsstrategien
Bei bestätigter Resistenz gibt es multimodale und innovative Ansätze, die infrage kommen:
  • Medikamentenwechsel oder Augmentation: Kombinationstherapien oder der Wechsel auf andere Wirkstoffklassen (z.B. Pregabalin, Clomipramin oder angstlösende Antidepressiva wie Agomelatin, Quetiapin oder Mirtazapin).
  • Neue Psychotherapieansätze: Umstellung auf spezifische Verfahren wie die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) oder achtsamkeitsbasierte kognitive Therapien.
  • Neuromodulation: Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) wird insbesondere bei der generalisierten Angststörung (GAD) erfolgreich als Zusatzbehandlung eingesetzt.
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